Unitymedia Preiserhöhung – Bestandskunden müssen mehr bezahlen

unitymedia preiserhöhungUnitymedia Preiserhöhung – Erneut nimmt Unitymedia eine Preiserhöhung vor und passt die Tarife zahlreicher Bestandskunden an. Diese müssen in den nächsten Woche zum Teil deutlich höhere Gebühren als bisher entrichten.

Preiserhöhung: Wechsel zu eazy möglich

Update vom 25.01.2018 Durch die angekündigte Preiserhöhung von 2,98 € haben viele Unitymedia Kunden die Möglichkeit, zum günstigen Discounter eazy zu wechseln. Möglich macht dies ein Sonderkündigungsrecht, welches laut Unitymedia AGB ab einer Preiserhöhung von mehr als 5 Prozent greift. Der Anbieter offeriert ebenfalls Kabel-Internet-Produkte im Unitymedia-Netz. Durch einen Wechsel können Kunden eine Menge Geld sparen.

Zum monatlichen Preis von 11,99 € erhalten Kabel-Internet-Kunden bereits eine Internet-Flat mit bis zu 20 Mbit/s. Gegen einen monatlichen Aufpreis von 8 € erhöht sich die Bandbreite auf 50 Mbit/s. Zum Vergleich: Bei Unitymedia werden für eine 10 Mbit-Leitung bereits monatlich 19,99 € fällig. Allerdings haben Kunden beim eazy Angebot keine Möglichkeit, einen Kabel-TV-Tarif dazu zu buchen.

Unitymedia erhöht Preise für Bestandskunden

Wie Teltarif berichtet, erhöht Unitymedia in Kürze die Preise für Bestandskunden. In einem Informationsschreiben informiert das Unternehmen derzeit betroffene Kunden und setzt sie über die Preisanpassung in Kenntnis. Dabei steigen die monatlichen Gebühren offenbar um einheitlich 2,98 Euro an. Die Neuerung tritt zum 1. März 2018 in Kraft.

Obwohl Unitymedia noch 2016 ankündigte, das Bestandskunden nur alle zwei Jahre mit einer Preisanpassung rechnen müssen, scheinen in diesem Jahr auch Kunden betroffen, die bereits Anfang 2017 hochgestuft wurden. So schreibt ein Kunde im Teltarif-Forum:

Die Aussage von Unitymedia, dass die jetzige Preiserhöhung nur Kunden betrifft, die im letzten Jahr nicht betroffen waren, ist falsch. Nachdem bei mir im letzten Jahr um 2,98 Euro erhöht wurde, soll nun wieder um 2,98 Euro erhöht werden, ohne dass die Leistung verbessert wurde. Im Gegenteil, im Speedtest wird nicht annähernd der Normwert über LAN erreicht. Von mehr Leistung kann also nicht die Rede sein.

Kunden zahlen 2,98 Euro pro Monat mehr

In den aktuellen AGB räumt sich das Unternehmen das Recht ein, den Preis der gebuchten Pakete einmal im Jahr anzupassen. Dabei sollen nicht nur Preiserhöhungen, sondern auch Preissenkungen an den Kunden weitergegeben werden. Allerdings fanden in den letzten Jahren ausschließlich Anpassungen nach oben statt. Wie Teltarif aufzählt, erhöhten sich die Preise der hauseigenen Angebote seit 2013 mindestens einmal pro Jahr. Fast immer waren davon nicht nur Neukunden, sondern auch Bestandskunden betroffen.

Unitymedia begründet die Anpassung mit “Investitionen in den Netzausbau”, nennt jedoch keine konkreten Details zu etwaigen Mehrkosten, die eine Preiserhöhung rechtfertigen. Auch wird in den Informationsschreiben zwar der Name des Tarifs genannt, nicht jedoch, welche Gebühren Bestandskunden ab März 2018 entrichten müssen.

Unitymedia Preiserhöhung ab März

Ein Sonderkündigungsrecht haben Bestandskunden laut AGB nur, wenn die Preissteigerung über 5 Prozent liegt. Sollte das nicht der Fall sein, lässt das Unternehmen gemäß dem Kleingedruckten kein Veto zu. Allerdings können Betroffene dennoch einen Widerspruch einlegen und sich gegen die Preiserhöhung aussprechen. Dann müssen sie jedoch mit einer Kündigung zum 28. Februar 2018 rechnen, heißt es. Die Fortsetzung des Vertrages zu den ursprünglichen Konditionen sei weder in den AGB noch im Informationsschreiben vorgesehen.

Zudem wirft Teltarif die Frage in den Raum, ob die regelmäßigen Preissteigerung an der fehlerhaften Kalkulation des Unternehmens liegen könnten:

Denn wenn man sich als ausgebildeter Betriebswirtschaftler bei Preissteigerungen im Bereich der Energie- und Lohnkosten beispielsweise an den Steigerungen der vergangenen drei bis vier Jahre orientiert, kann man dies problemlos in die Grundgebühr eines 24-Monats-Tarifs einfließen lassen. 24-Monats-Tarife mit zwei Jahre gleichbleibendem Preis sind schließlich im Festnetz- und Mobilfunkbereich keine Seltenheit, und offenbar gibt es bei anderen Providern fähige Manager, die ohne Probleme 24-Monats-Verträge mit gleichbleibender Grundgebühr für zwei Jahre kalkulieren können, ohne dass für den Kunden überraschende Preiserhöhungen durchgeführt werden müssen.

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