Vorsicht vor dubiosen Streamingportalen und Abo-Fallen

PC Laptop Streaming john schnobrich unsplash

Wer auf der Suche nach einem Film ist sollte sich vor unseriösen Streamingportalen in Acht nehmen. Diese werben mit dem unkomplizierten Zugang zum Wunschfilm, locken unvorsichtige Nutzer jedoch in eine teure Abo-Falle.

Inhaltsverzeichnis

Streamingportale mit Abo-Falle

Obwohl die Auswahl an Streamingportalen wie Netflix, Amazon Prime Video, Disney+, Sky und Co. sehr groß ist, finden sich dort nicht alle Filme. Vor allem aktuelle Filme oder ausländische Produktionen sind in Deutschland mitunter Mangelware. Viele Nutzer googeln daher einfach, welcher Anbieter den Wunschfilm – möglichst kostenlos – streamt und werden damit zur leichten Beute für dubiose Anbieter.

Wie die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz warnen, machen sich Betrüger die Online-Suche nach Filmen zunutze, um unvorsichtigen Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dabei ist die Masche simpel: Nutzern wird der Wunschfilm versprochen, sofern sie sich bei den Portalen registrieren. Statt dem zugesagten Stream wartet dann jedoch eine saftige Rechnung.

Abzocke bei Streaming-Portalen – So funktioniert es

Den Angaben nach wurden den Verbraucherzentralen bereits hunderte solch unseriöse Portale gemeldet. Auf diese gelangen Nutzer in der Regel über die Online-Suche und Werbe-Pop-Ups:

  1. Film wird bei Google und Co. gesucht
  2. Werbe-Pop-Up verspricht schnellen Zugang zum Film
  3. Um diesen sehen zu können ist eine (auf den ersten Blick kostenlose) Registrierung notwendig bzw. Probeabo
  4. Nach dieser gibt es keinen Film, dafür eine Rechnung

Oft locken die Portale, die offenbar zu einem Netzwerk gehören, minderjährige Interessenten in die Falle. Sie versprechen eine bis zu 5 Tage kostenlose Testphase, verlagen dafür jedoch die Registrierung. Dazu sollen Name, Adresse und Telefonnummer angegeben werden.

Kostenfalle bei unsersiäsen Streamingportalen

Das Perfide an der Masche: Oft schlägt die Registrierung fehl, wird mit einer Fehlermeldung quittiert oder macht andere Probleme, so dass der Zugang zum Film gar nicht möglich wird. Und selbst wenn Nutzer sich erfolgreich registrieren können, ist vom versprochenen Film anschließend nichts zu sehen.

Die Zahlungsaufforderung folgt wenig später dennoch. Meist nach Ende der wenige Tage gültigen Testphase per Mail, aber auch per Telefon. Dabei werden Summen von rund 144 Euro, 238 Euro oder gar 359 Euro für ein Jahres-Abo gefordert, welchem die Nutzer bei der Registrierung zugestimmt hätten. Informationen dazu waren auf der Seite jedoch nur versteckt zu finden – wenn denn überhaupt. Dennoch fallen die Zahlungsaufforderungen aggressiv aus. Selbst YouTube-Videos haben die Betrüger ins Netz gestellt, in denen vermeintliche Anwälte erklären, dass die Aufforderung rechtlich korrekt sei, da die Kunden einen Vertrag eingegangen seien. Hinzukommen oft fingierte Inkasso-Schreiben.

In die Abofalle getappt? Das ist zu tun

Wer bereits in die Falle getappt ist und eine Rechnung erhalten hat, sollte diese nicht zahlen und sich nicht unter Druck setzen lassen. Die Verbraucherzentrale rät:

  • Ist keine Leistung erbracht worden, sollten Verbraucher die Rechnung über ein vermeintliches Jahresabonnement keinesfalls bezahlen
  • Nicht durch aggressive Zahlungsaufforderungen einschüchtern lassen
  • Strafanzeige bei der Polizei stellen
  • Bei der Verbraucherzentrale beraten lassen
  • Prüfen Sie die Seriosität von Streamingseiten, bevor sie persönliche Daten eingeben – zum Beispiel, indem sie den Namen der Seite googeln

Vorsicht vor diesen Anbietern

Mittlerweile sind hunderte solcher dubiosen Streamingportale negativ aufgefallen. Meist sehen sich diese sehr ähnlich und warten lediglich mit unterschiedlichen Logos auf. Es ist davon auszugehen, dass es sich um ein ganzes Netzwerk an Anbietern handelt. Eine Liste bereits bekannter Namen, von denen man die Finger lassen sollte, finden Verbraucher hier

FAQ zu Abofallen durch Streamingdienste

Warum sind die unseriösen Seiten so erfolgreich?

Die Portale machen sich zunutze, dass viele Verbraucher einfach und schnell ihren Wunschfilm sehen möchten. Diesen bieten sie also an, verlangen dafür jedoch eine Registrierung. Im Kleingedruckten - wenn überhaupt - verweisen sie zwar auf die hohen Kosten nach der Testphase, vielen Nutzern entgeht das jedoch. Darüber hinaus ist die erfolgreiche Registrierung oft gar nicht möglich oder der Film lässt sich später nicht abspielen. In die Abo-Falle sind die Nutzer dann dennoch bereits getappt.

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Wie verhalte ich mich bei einer Rechnung einer solchen Seite?

Wurde keine Leistung in Anspruch genommen, müssen Nutzer auch nicht zahlen. Davon sollten sie sich auch durch das aggressive Auftreten der Portale nicht verleiten lassen. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, ziehen Sie die Verbraucherzentralen zu Rate und prüfen Sie am besten vor der Eingabe persönlicher Daten die Seriosität der Seite. Zum Beispiel via Google. Aufgepasst: Auch YouTube-Videos, die die Richtigkeit der Zahlungsaufforderung bestätigen, oder Inkassoschreiben sind hier oft gefälscht.

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Was kann ich tun, um mich zu schützen?

Lassen Sie sich nicht von den Versprechen nach kostenlosen Filmen in die Falle locken. Prüfen Sie bei unbekannten Webseiten via Google und Co., ob es bereits (negative) Erfahrungen gibt. Lesen Sie das Kleingedruckte und geben Sie nicht vorschnell persönliche Daten preis. Lassen Sie die Finger von solchen Seiten, wenn Sie unsicher sind. Oft gibt es den Wunschfilm auch gegen kleines Geld bei seriösen Anbietern.

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Sollte ich Anzeige bei der Polizei erstatten?

Es ist ratsam, die Betrüger anzuzeigen und sie der Verbraucherzentrale zu melden.

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An wen wende ich mich, wenn ich in die Falle getappt bin und Hilfe brauche?

Sprechen Sie die Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe an. Die dortigen Mitarbeitern sind mit dem Thema vertraut und gegeben Ihnen Hilfestellungen.

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